Solarfonds
Ein Solarfonds bietet Anlegern die Möglichkeit, sich mit im Vergleich zu einer kompletten Anlage relativ geringen Betrag an einem professionellen Stromerzeugungsunternehmen zu beteiligen. Hierbei gibt es allerdings im Gegensatz zu einer reinen Investition in Wertpapiere einige Unterschiede und Feinheiten zu beachten. Einen ersten Überblick über die Chancen und Risiken können Sie mit Hilfe des folgenden Artikels gewinnen.
Ein Solarfonds investiert in ein echtes Unternehmen
Die meisten Solarkraftwerke werden nicht von einem einzigen, privaten Investor gebaut. Stattdessen wird die Investition gemeinsam von vielen Investoren realisiert. Dies hat den Vorteil, dass man die erheblich effizientere Stromproduktion durch ein großes Kraftwerk realisieren kann und nicht lauter kleine Anlagen bauen muss. Da das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) den gleichen Verkaufspreis für beinahe alle Solarkraftwerke garantiert entsteht hier ein wesentlich höherer Profit, als bei einem einzelne Investment. Der Geschäftszweck des Unternehmens, dass das Solarkraftwerk betreibt ist eben die Stromproduktion.
Unternehmerische Beteiligung
Da praktisch alle Kosten am Anfang der Geschäftstätigkeit anfallen und die Erträge erst nach Inbetriebnahme fließen muss es sich bei dieser Investition um eine unternehmerische Beteiligung handeln. Denn wenn jeder Investor zu jedem Zeitpunkt ein- oder aussteigen könnte, dann müsste ein täglicher Wert für das Investitionsprojekt berechnet und durch Gutachter bestätigt werden. Aus diesem Grund ist die Investition in ein Solarkraftwerk wie folgt gestaltet: Der Investor erwirbt einen Anteil an dem Kraftwerk mit einer festen Laufzeit und einem festen Betrag. In den Folgejahren erhält er seine Gewinne aus unternehmerischer Beteiligung. Dies ist deshalb von Vorteil, weil der Investor sich an einem echten Vermögensgegenstand beteiligt und sich nicht in der unübersichtlichen Welt der Wertpapiere und Zertifikate bewegen können muss.
Mehr Chancen als Risiken
Zudem ist der Investor beim Solarfonds an allen Chancen beteiligt. Im Gegensatz zu beispielsweise einer Festzinsanleihe handelt es sich um eine echte unternehmerische Tätigkeit. Wird aufgrund neuer Rekordsommer eine noch höhere Strommenge als prognostiziert erzeugt, dann fällt der Gewinn des Solarfonds höher aus. Da der Betrieb durch Know-how und langfristige Wartungsverträge abgesichert ist wirkt sich also die Mengenkomponente der Produktion direkt positiv auf den erzielten Gewinn aus. Andererseits müsste der Investor geringere Gewinne und Ausschüttungen in Kauf nehmen, wenn die Stromproduktion etwas geringer ist. Solarkraftwerke sind inzwischen technisch sehr gut erprobt und weisen beispielsweise im Vergleich zu Kohlekraftwerken nur wenige bewegliche Teile auf. Deshalb sind hier die unternehmerischen Chancen wesentlich höher zu gewichten, als die Risiken!
Wer also mit einem Teil seiner Investitionen eine echte unternehmerische Beteiligung eingehen möchte, der findet bei einem Solarfonds sicherlich die richtige Ertragsquelle.
Foto:Thaut Images – Fotolia
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