Tagesgeldvergleich: Worauf sollten Anleger achten?
Das Angebot für die Anlage von Tagesgeld bei Banken ist für viele Verbraucher verwirrend groß. Deswegen können Tagesgeld Vergleiche, wie sie auf zahlreichen Finanzportalen im Internet veröffentlicht werden, eine große Hilfe bei der Auswahl der besten Anlagemöglichkeit für Tagesgeld sein. Dabei werden sowohl die Angebote von Direkt Banken aus dem In- und Ausland miteinander verglichen als auch zahlreicher Sparkassen und Präsenzbanken. Um das Tagesgeldkonto vergleichen zu können, sollten Kunden genau wissen, worauf es bei dieser Gegenüberstellung besonders ankommt.
Der Zinssatz als Vergleichskriterium
Mit der Tagesgeldanlage soll eine möglichst hohe Rendite erzielt werden, deswegen ist die Höhe des Zinssatzes das wichtigste Vergleichskriterium. Dabei kommt es allerdings ausschließlich auf den Effektivzinssatz an: Er ist im Gegensatz zum nominalen Zinssatz die einzige geeignete Maßgröße, mit der die Gesamtzinsen verschiedener Angebote miteinander verglichen werden können. Denn bei seiner Berechnung nach einer standardisierten Methode werden alle Einflüsse auf die Gesamtrendite mit einbezogen, wie zum Beispiel die Termine der Zinsgutschriften oder eventuell anfallende Kontoführungsgebühren. Banken dürfen die Zinsen für bei ihnen angelegte Tagesgelder jederzeit ändern. Deswegen darf man bei einem Tagesgeld Vergleich nie vergessen, dass es sich bei dem angegebenen Effektivzinssatz immer nur um eine aktuelle Momentaufnahme handelt. Schon einen Tag später können die Zinsen drastisch von der Bank gesenkt werden. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, auch nach der Entscheidung für ein bestimmtes Angebot immer wieder einmal zu überprüfen, ob die Verzinsung im Marktvergleich noch günstig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Tagesgeldanlage jederzeit gekündigt und das Geld bei einer anderen Bank zu höheren Zinsen angelegt werden.
Die Sicherheit bei der Tagesgeldanlage
Tagesgeld gehört zu den sichersten Anlagen überhaupt, wenn man einige Besonderheiten beachtet: Während alle deutschen Banken Pflichtmitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken sind und Sichteinlagen bei allen deutschen Sparkassen durch die Gewährsträgerhaftung der öffentlichen Hand geschützt werden, ist dies bei ausländischen Banken in der Regel nicht der Fall. Hier müssen sich Kunden genau erkundigen, welche Sicherungsmechanismen bei den einzelnen Angeboten vorgesehen sind. Im Zweifel sollte man besser einen geringfügig niedrigen effektiven Zinssatz hinnehmen, als durch mangelnde Sicherungsvorkehrungen bei ausländischen Banken das eingesetzte Geld zu riskieren. Die Finanzkrise hat gezeigt, dass es nicht ausgeschlossen ist, dass internationale Banken in Insolvenz fallen.
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