Paar mit Einkaufstüten auf einer ParkbankViele Verbraucher zeigen sich mittlerweile auch beim Thema Geldanlagen sensibilisiert für die Sinnhaftigkeit einer Anlage. Als wünschenswertes Ziel steht hier nicht allein der Profit im Zentrum des Interesses, sondern auch die Möglichkeit, mit der gewählten Anlageform beispielsweise einen Beitrag zur Verbesserung des Umweltschutzes zu leisten. Die Fondanbieter haben sich auf diese veränderte Situation eingestellt und bieten heute Beteiligungen in zahlreichen Fonds an, die für vielfältige soziale Projekte aufgelegt worden sind.

Ethisches Investment

Diese Geldanlagen werden in der Fachterminologie ethische Investments genannt. Damit sind ihre charakteristischen Eigenschaften klar umrissen. Zum einen berücksichtigen sie die moralischen Wertvorstellungen der jeweiligen Anleger, zum anderen spielen natürlich Renditeinteressen eine Rolle.
Historisch gesehen liegt der Ursprung der ethischen Investments in den 1970er Jahren. Zu dieser Zeit entwickelte sich die Idee, Geldanlageformen für diejenigen Anleger bereitzustellen, die mit der Investition ihres Geldes beispielsweise nicht zur Stabilisierung des Apartheidregimes in Südafrika beitragen wollten. Als Zielsetzung der Fonds galt, den Anlegern Produkte zu offerieren, die sie mit ihrem politischen Engagement und ihren sozialen Gewissen vereinbaren konnten. Heute ist die Zahl der Fonds erheblich gestiegen, bei denen die Beteiligung durch soziale Geldanlagen möglich ist. Dominant zeigen sich dabei die thematischen Schwerpunkte Förderung sozialer Projekte und Umweltschutz.

Umweltaktien: Beitrag für eine bessere Welt

Der Bereich Umweltschutz teilt sich seinerseits wiederum in verschiedene Themen auf. So gibt es etwa Umweltfonds zum Schutz des Wassers, des Regenwaldes und des Klimas im Allgemeinen. Darüber hinaus können durch die Beteiligung an einem Fonds auch solche Projekte unterstützt werden, die die Lebensbedingungen von Menschen verbessern sollen. Auch für den Tierschutz existieren Fonds, die sich gezielt dafür einsetzen, dass Lebensräume von Tieren erhalten bleiben und das Artensterben eingedämmt wird. Waren in den siebziger Jahren die hauptsächlichen Bereiche dieser Fonds die Finanzierung sozialer und ökologischer Projekte, so erweiterte sich das Spektrum in den 1990er Jahren um Projekte in Zusammenhang mit kritisch gesehenen Auswirkungen der Globalisierung, die seither ungebrochen einen hohen Stellenwert für ethisch motiviertes Investment einnehmen.

Soziale Geldanlagen: Rendite und gutes Gewissen

Mit der Entscheidung für soziale Geldanlagen kann der Verbraucher seine moralischen Vorstellungen mit einer Anlageform verbinden, die ihm Beides gibt: Rendite und auch das gute Gewissen, mit seinem Geld nicht zur weiteren Ausbeutung von Mensch und Natur beizutragen. Insbesondere der Umweltschutz ist vielen Menschen heute ein wichtiges Anliegen. Umweltaktien zu halten ist bereits für viele ethisch motivierte Anleger eine Selbstverständlichkeit.

Fotos: detailblick – FotoliaSimilar Posts:

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