Das Gemeinschaftseigentum gehört zum Wohnungseigentumsgesetz und ist besonders wichtig für Besitzer von Eigentumswohnungen. Zum Gemeinschaftseigentum gehören Teile eines Grundstückes und Gebäudes die von allen Eigentümern gemeinsam genutzt werden.

Das sind neben dem Grundstück zum Beispiel die Treppen, die Außenanlage, die Eingangstür, der Innenhof, die gemeinsam genutzte Heizungsanlage, die Fahrstühle, die Kanalisation, die Wasserleitungen, die Gas- und Elektroleitungen, der Außenputz, die Mülltonnen, die Außenfassade, das Treppenhaus, der Dachboden, die Flure, der Fahrradkeller, die Rohre, die Schornsteine, die Leitungen, die Fenster, die Dächer, der Waschkeller, Gebäudedecken, die Balkone und Außentüren. Balkone und Terrassen werden zwar nicht immer von allen Parteien genutzt und gehören in der Regel zu einer Wohnung, sind aber dennoch Teil des Gemeinschaftseigentums. Somit sind auch die anfallenden Kosten von der Gemeinschaft zu tragen.

Kostenträger ist die Gemeinschaft

Alle anstehenden Veränderungen, Sanierungen und Reparaturen müssen mit den Gemeinschaftseigentümern abgesprochen werden und gemeinsam von den Eigentümern entschieden werden. Um Dinge zu regeln und zu klären, gibt es Eigentümerversammlungen, die nur für die Eigentümer sind. Es ist keine Versammlung für die Öffentlichkeit. Dort werden gemeinsam die Entscheidungen bezüglich der Häuser und Wohnungen getroffen. Jeder Wohnungseigentümer ist automatisch in einer Eigentümerschaft. Einige Eigentümerschaften angagieren einen Anwalt, der sie unterstützt und berät. Die Kosten für eine Reparatur am Gemeinschaftseigentum haben die Wohnungseigentümer auch gemeinsam zu zahlen. Mit wie viel Geld der Wohnungseigentümer an den Kosten beteiligt ist, hängt von der Größe des im Grundbuch eingetragenen Miteigentumsanteils ab. Was nicht zum Gemeinschaftseigentum gehört ist Sondereigentum, diese Kosten trägt der Eigentümer alleine. Sondernutzungsrechte müssen nicht gleichmäßig verteilt sein. Die Eigentümer haben ein gewisses Mitspracherecht, wenn es um das Sondereigentum geht. Das Gemeinschaftseigentum muss von allen Eigentümern verwaltet und in Stand gehalten werden. Genauso haben aber auch alle Wohnungseigentümer die gleichen Rechte. Es können aber gemeinsam Gebrauchsregeln abgesprochen werden. Es ist nicht unüblich, einen Verwalter einzustellen, der sich um die Belange der Eigentümer kümmert. Was Gemeinschaftseigentum und was Sondereigentum ist, wird im Kaufvertrag oder in einer Teilungserklärung geklärt. Die Eigentümer bilden Wohnungseigentum durch Teilung, wie es juristisch heißt. Die Teilungserklärung wird auch Gemeinschaftsordnung genannt. In der Erklärung wird der Wohnung ein bestimmter Anteil am gemeinschaftlichen Grundstück zugeteilt, welches der Eigentümer nutzen darf.

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