Die Furcht vor Inflation, schwache Währungen und Unsicherheiten an den Aktienmärkten heizen die Nachfrage nach Gold an. Das Edelmetall besitzt eine magische Anziehungskraft auf uns Menschen. Man verehrte es immer, verarbeitete es zu rituellen Gegenständen, Schmuck und Münzen. Der unvergängliche Glanz des Goldes überstrahlte alle Epochen, alle Kriege, alle Inflationen und Finanzkrisen bei ungebrochener Kaufkraft.

Gold als anerkanntes Zahlungsmittel weltweit

Auch heute dient Gold in Form von Münzen und Barren als international anerkanntes Zahlungsmittel und ist eingelagerte Reservewährung vieler Notenbanken in der Welt. In der Finanzkrise lieben die Investoren das Gold. Es ist ein unabhängiges Investment, das keinerlei Zahlungsversprechungen von Dritten birgt. Man benötigt theoretisch keine Bank oder Börse, um Gold kaufen und verkaufen zu können. Dies ist ein großer Unterschied zu Immobilien oder Investmentfonds. Viele Anleger fragen sich, ob es nach dem starken Kursanstieg der letzten Jahre noch Sinn macht, in Gold zu investieren. Die Erfahrung zeigt, dass Gold vor allem in Zeiten hoher Inflation eine grundstabile Geldanlage ist. Einerseits echtes Gold in seinen physischen Formen als Münzen oder Barren: Die Nachfrage verdoppelte sich seit 2007. Südafrika produziert Millionen 916er Gold- Krügerrand-Münzen, die weltweit beliebtesten Goldanlagemünzen, da sie die Goldmünze mit dem geringsten Aufschlag auf den Goldpreis darstellt. Andererseits gehandelt werden Goldbarren. Um die verschiedenen Produzenten der Goldbarren unterscheiden zu können, werden sie mit eingeprägten Firmennamen gekennzeichnet. Es gibt auch Unterschiede in den Maßen, ansonsten gelten in der Regel immer dieselben Gewichtsnormen von 1 Gramm bis 25 Kilogramm. Goldbarren haben immer einen Feingehalt von 999,0 bis 999,9, sind mithin Gold in seiner reinsten Form. Andererseits ist Gold handelbar in Form von Zertifikaten oder Minenaktien.

Positive Entwicklung des Goldpreises in 2010

Die Goldpreisentwicklung legt 2010 weiterhin positiv zu. Lag der Goldpreis zu Jahresbeginn noch bei 1100 Dollar pro Feinunze, so hat er sich auf aktuelle 1200 US$ gesteigert. Die Tendenz ist kontinuierlich steigend. In Gold investiertes, gehaltenes Kapital vom Jahr 2000 hat sich mehr als vervierfacht.

Die vorhandenen Goldreserven lassen den Markt derzeit entspannt agieren.
Auch wenn Experten von steigenden Goldpreisen ausgehen, sollte sich dennoch jeder Investor bezüglich des Goldanteils seines Portfolios Gedanken machen. Zur Stabilisierung eines Anlageportfolios ist Gold bestens geeignet. Die gesamte Vermögensanlage in Gold eher nicht, denn neben der alleinigen Abhängigkeit vom Goldpreis erzielt man keine weiteren Renditen und hat Depotkosten zu kalkulieren.

Die künftige Entwicklung des Goldpreises hängt von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und vom zukünftigen Vertrauen in die großen Währungen ab. In Zeiten des Aufschwunges werden die Investitionen in Gold wieder absinken und der Preis wird nachgeben. Es bleibt also weiterhin spannend auf dem Goldmarkt.Similar Posts:

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2 Kommentare

  1. Hans Jill sagt:

    Weil Gold nebenbei auch Hightech Metall ist und bleibt, und zu dem nicht herstellbar ist, sieht ein weiteres Steigen langfristig realistisch aus. Es wird immer mehr Technologien geben die neben anderen Metallen und Erden auf Gold nicht verzichten können werden.

  2. S. Wencker sagt:

    Der Wechselkurseinfluss ist bei Goldanlagen immer auch ein deutlicher Faktor hinsichtlich der Rendite. Was vor kurzem im Zuge der finanziellen Lage einiger Euro Länder für den europäischen Investor lief, dreht sich im Augenblick durch die Erholung des Euros wieder ein wenig um.