Maßnahmen, die an einer Immobilie durchgeführt werden und die Folge davon eine Wertsteigerung oder Verbesserung des Wohnverhältnisses ist, wird als Modernisierung bezeichnet. Die Modernisierung kann auch ein Beitrag für die Einsparung von Energie und Wasser darstellen.

Üblicherweise wird die Modernisierung vom Eigentümer oder vom Vermieter vorgenommen. Es gibt aber auch Maßnahmen, welche nicht von einem Vermieter vertreten werden. Geregelt wird dies mit § 559 Absatz 1 BGB. Andere Maßnahmen werden als Instandsetzungsmaßnahmen oder Instandhaltungsmaßnahmen bezeichnet. Es ist nicht selten, dass sich hierbei Vermieter und Mieter uneinig sind, denn die Kosten der Modernisierung können zu Teilen auf die Betriebskosten umgelegt werden, die Instanhaltung- und Instandsetzungsmaßnahmen jedoch nicht. Oft versucht der Vermieter, die Kosten als Modernisierungskosten anzugeben. Allerdings bringt eine Modernisierung für einen Vermieter auch Vorteile mit sich, denn die Miete kann anteilig erhöht werden. Jedoch darf die Mieterhöhung 11 Prozent der Gesamtkosten einer Modernisierung nicht übersteigen. Die Kosten müssen nach § 559 Absatz 2 BGB auf alle Wohneinheiten gleichermaßen verteilt werden. Allerdings hat der Vermieter die zinsverbilligten Kredite auch dem Mieter zukommen zu lassen. Mieter und Vermieter haben, was die Modernisierungsmaßnahmen angeht, Pflichten und auch Rechte. Es gilt allgemein, dass Verbesserungsmaßnahmen von gemieteten Räumlichkeiten, von Gebäudeteilen oder Maßnahmen zur Energieeinsparung oder Wassereinsparung als Modernisierung zu bezeichnen sind. Weiterhin gehören auch die Maßnahmen, die eine Errichtung neuer Wohnräume zur Folge haben, zu Modernisierungen.

Bedingungen

Der Mieter muss vom Vermieter über die Maßnahmen einer Modernisierung informiert werden. Hierzu gib es verschiedene Bedingungen, die ein Vermieter einzuhalten hat:
1. eine Ankündigung hat schriftlich zu erfolgen
2. der Mieter muss die Ankündigung wenigstens drei Monate vor Modernisierungsbeginn erhalten
3. die Modernisierungsart ist detailliert zu beschreiben
4. Beginn, Zeitraum und Umfang sind zumindest mit voraussichtlichen Daten anzugeben
5. der Mieter muss über eventuell entstehende Aufschläge informiert werden
Der Mieter steht in der Duldungspflicht, was so viel bedeutete, dass er die Maßnahmen zu akzeptieren hat. Es muss demnach auch gestatten, dass Handwerker die Wohnung betreten, sodass zum Beispiel ein Kostenvoranschlag gemacht werden kann. Finden Maßnahmen der Modernisierung außerhalb der Wohnung statt, gilt hier eine besondere Duldungspflicht. Der Mieter muss diese Duldungen schriftlich bestätigen. Es ist im Grunde verpflichtet, die Bestätigung zu unterschreiben.
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